Zur Landtagswahl in Hessen


Das Ergebnis der Landtagswahlen zumindest in Hessen ist augenblicklich ein Patt zwischen Schwarz-Gelb einerseits und Dunkelrot-Rot-Grün andererseits. Herr Koch beansprucht als "Wahlsieger" weiterhin seine Führungsrolle und Frau Ypsilanti erklärt ein ums andere Mal, daß eine Koalition mit der CDU nicht in Frage käme und sie sich auch nicht von der sog. Linken zur Ministerpräsidentin wählen lassen will. Da darf man sehr gespannt sein!

Nun richten sich jetzt viele Augen auf die Grünen und Gelben, auf daß diese sich bewegen müßten, ja sogar vom möglichen "Umfallen" ist jetzt teils warnend die Rede. Wenn dieser Terminus bei der FDP auch eine gewisse Tradition zu haben scheint, so wäre es vielleicht in den heutigen Zeiten mal angebracht, ihn von seinem negativen Image zu befreien?? Muß "Umfallen" immer gleich mit der Bedeutung aufgeladen werden, daß man wegen des schieren Willens zur Macht seine eigenen Ideale verrät? Wenn man denn mit der FDP immer wirtschaftspolitischen Sachverstand assoziiert, so könnte sie dies doch mal nutzbringend und flexibel in mögliche Koalitionsverhandlungen einbringen, gerade auch, um den notwendigen Gegenpart zur in dieser Hinsicht ideologisch fixierten SPD einzunehmen?

 

Ein anderes Szenario könnte der Gedanke einer Dunkelrot-Rot-Grünen Koalition sein. Davor allerdings kann man nur, ja, muß man ausdrücklich warnen. Mit diesen Populisten um den Roten Baron aus dem Saarland? Wir erinnern uns ja noch allzu gut an diverse Äußerungen von Altstalinisten und anderen ehemaligen K-Grüpplern bei den hessischen "Linken". Da wurde vom "friedlicheren, sozial gerechteren Deutschland" schwadroniert, diese Leute meinten die DDR. Oder der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen von ISAF in Afghanistan sei auch nichts anderes als der "Schießbefehl an der früheren innerdeutschen Grenze". (Ach, also gab es ihn doch?) Die Grünen, insbesondere und vor allem die vom Bündnis 90 fühlen sich auch heute noch ihren Traditionen verpflichtet, die sie aus der zu Recht untergegangenen "DDR" mitgenommen haben. Das waren auch Freie Rede, Freies Reisen, Antitotalitarismus, das Bekanntmachen der unfaßbaren Umweltzerstörung in der DDR, Eintreten für eine zivile Bürgergesellschaft und vieles mehr!  Und jetzt sollen Bündnis 90 / Die Grünen eventuell den ehemaligen SED- oder PDS-Genossen zur Macht verhelfen?? Das darf und kann nicht sein! Man darf sein eigenes Erbe nicht verraten, denn anderenfalls dürfte man sich mit Recht als Umfaller beschimpfen lassen.

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