Hier können Sie Anmerkungen, Kommentare und dergleichen hinterlassen.


19.05.2010 Andreas Ritter

Lieber Herr Fischer,
Ihre Fraktion will nun schon wieder die Neubesetzung des Hauptausschusses beantragen.
Die Gemeindevertretung hat schon zwei Mal die Neubesetzung abgelehnt. Sie möchten gern so oft abstimmen lassen, bis für Sie das gewünschte Ergebnis erreicht wird. Sie müssen nun einmal die demokratischen Entscheidungen der GV hinnehmen. Das ist in der Demokratie so. Es ist ja bekannt, dass Sie gern in bestimmten Fällen Ihre eigene Kommunalaufsicht, oder sogar Ihre eigenen Gesetze haben möchten. In der DDR war das auch so, dass sich einige über alle Gesetze hinweggesetzt hatten. Heute können Sie sehen, wo das hingeführt hat. Nun bleiben Sie mal ganz ruhig in Sachen Hauptausschuss und lassen uns endlich mal ein gemeinsames ökologisches Projekt starten. Ich freue mich schon darauf, mit Ihnen mal so richtig eine Baumallee zu pflanzen. Da können wir so richtig zeigen, was wir können.

Liebe Grüße
Andreas Ritter

Kommentar:

Ach mein lieber Herr Ritter,

(verzeihen Sie diesen kumpelhaften Tonfall, aber wir beide wissen ja, daß weder Sie noch ich dies wirklich meinen, nicht wahr, aber auch das hatten wir ja schon!), ich möchte Ihnen nun doch kurz auf Ihre beiden Einträge hier antworten:

Zunächst, es muß Ihnen ja eine Zentnerlast von der Seele gefallen sein, daß Sie offenbar einen Persilschein von der "Gauck/Birthler-Behörde" bekommen werden? Nach Ihren letzten öffentlichen und nichtöffentlichen Äußerungen hab ich ja schon gedacht, Mann, was muß der Kerl für Leichen im Keller haben, daß er die überfällige Stasi-Überprüfung so zerreden muß? Aber Gottseidank, das darf ich Ihnen als Christenmenschen ja nur wünschen, ist ja an solchen Vermutungen überhaupt nichts dran. Dann werden Sie ja auch mit Herrn Dr. Hüchtker übereinstimmen, richtig? (s. MOZ vom 17.05.2010).

Nun, wie dem auch sei, wieso bringen Sie hier eigentlich interne Überlegungen aus meiner Fraktion an die Öffentlichkeit? Da war ausdrücklich um Vertraulichkeit ersucht worden. Wissen Sie, das rundet ihr Bild nach außen nun endgültig ab, sicherlich auch für viele Bürger, die auf diese Weise von Ihren Eskapaden erfahren.

Apropos Bürger, mich wundert bei Ihren vielen Einlassungen hier und auch sonst, daß Sie sich eigentlich überhaupt nicht um die Bürger kümmern, um deren Anliegen, wofür wir doch eigentlich gewählt worden sind. Sie drehen sich mit ihren Aussagen und Anwürfen immer nur im Kreise und sonnen sich geradezu darin, daß Sie vermeintlich im Mittelpunkt stehen. Übrigens, mich hat soeben die Nachfrage einer Bürgerin erreicht, die eigentlich ganz direkt an Sie adressiert ist, deswegen zitiere ich ausnahmsweise einmal wörtlich: " ... daß Dich Schöneicher BürgerInnen fragen, wie man denn dem Herrn Ritter auf seine dämlichen Einträge antworten kann, ohne Deine Seite zu mißbrauchen?!"

So, und nun wirklich zum Abschluß, glauben Sie im Ernst, ich würde mit Ihnen eine Baumallee pflanzen wollen, wo Sie doch hier einer der übelsten Hetzer gegen die Baumschutzsatzung gewesen sind, die mit großer Mehrheit demokratisch beschlossen worden ist? Halten Sie mich wirklich für so bescheuert? Herr Bunge von der MOZ hatte in seinem Kommentar vom 28. April 2010 in genau diesem Zusammenhang so richtig ins Schwarze getroffen, "Ihnen (so schreibt er) ... geht es nicht um die Sache, sondern nur darum, Unruhe zu schüren... ", er titelte "Streit als Programm" und dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

19.05.2010 Andreas Ritter

Lieber Herr Fischer,

wenn ich die Beiträge in Ihrem Gästebuch so lese, dann sind Sie wohl nicht besonders beliebt in Schöneiche. Aber nun zur Sache:
Es ist schon sehr interessant, wie Sie über unsere älteren Mitbürger in Schöneiche denken.
Sie denken wohl, Sie müssen nun in Schöneiche mal so richtig aufräumen mit der Vergangenheit. Ich habe heute von der Stasibehörde einen Zwischenbescheid bezüglich meines freiwilligen Antrages auf Überprüfung bekommen. Ich werde dann bald meine Unbenklichkeitsbescheinigung bekommen. Diese werde ich Ihnen dann für Ihre Internetseite zur Verfügung stellen. Sie machen sich ja so viel Sorgen um Ihre Mitmenschen.Dann können Sie mich von Ihrer Zwangsliste streichen. Über Ihre Vergangenheit wissen die Schöneicher Bürger nichts. Für die Stasi haben ca. 18 000 Bundesbürger gearbeitet.
Ich werde sehr oft von den Schöneichern Bürgern gefragt, wer eigentlich der Herr Fischer von den Grünen sei. Das Kopfschütteln ist so stark, dass einem schon die letzten Haare ausfallen wollen. Ich werde in meinem nächsten Brief an die Schöneicher Bürger mal einiges über Sie schreiben, damit die Bürger Sie mal so richtig kennenlernen. Vielleicht bekommen Sie dann zur nächsten Kommunalwahl ein par mehr Stimmen, oder sie verschwinden in der Versänkung.

Liebe Grüße
Andreas Ritter

17.05.2010 .arl- .duard von Sch.itzl

Guten Tag Herr Fischer!
Zu Ihrem Artikel über einen "offenen Brief" möchte ich Sie fragen, in welchem Schöneicher Altersheim die besagten "duzende Unterschriften abgefischt" wurden?
Ich hätte nicht gedacht, daß es außer mir noch andere Zeitgenossen gibt, die so köstlich rumsudeln können. Meine Hochachtung verehrter Herr Angler vor soviel Wortwitz!
Insbesondere haben Sie`s den blöden Ossis mal wieder so richtig gezeigt. Die haben ja sowieso von nichts eine Ahnung! Sie machen das schon! Meine Unterstützung bei Ihren Vorhaben sind Ihnen so sicher wie der Tod.
Herzlichst
Ihr Suddel-Ede

Kommentar:

Hi Sudel-Ede, altes Haus,

ich würde Ihnen ja gern die von Ihnen gewünschten Infos zukommen lassen, aber wissen Sie, der olle Karl-Eduard hat wenigsten immer (so reaktionär er auch war) mit offenem Visier gekämpft.

Und das, mit Verlaub, kann man ja von Ihnen nicht behaupten. Also, ergänzen Sie doch Ihre eMail-Adresse zu Ihrem ewetel.net Postfach, wenn Sie dazu die Traute haben sollten. Aber ich fürchte, Sie haben dazu nicht den Arsch in der Hose.

Mit dem Ausdruck der vorzüglichsten Hochachtung,
TF

11.05.2010 Lutz Kumlehn

Hallo Herr Fischer,
ich möchte hier auf Ihren Artikel zur Stasi Überprüfung reagieren. Wie Sie sicher wissen, bin ich in den Altbundesländern, genauer in einer Kleinstadt in Südniedersachsen geboren und aufgewachsen. Insofern dürfte ich in Bezug auf eine Mitarbeit bei der STASI als relativ unverdächtig gelten.

Ich frage mich, was eine Überprüfung von Gemeindevertretern, die im rechtlichen Sinne nicht als Abgeordnte gelten, bringen soll. Was ist, wenn die Überprüfung eine Mitarbeit einiger oder mehrerer Gemeindevertreter ergibt. Was soll dann passieren? Will dann Ihre Fraktion - ich schreiben hier nicht Sie persönlich, sondern an Ihre Fraktion - mit der großen Keule über Menschen richten? Wird die GV mit einer Dreiviertelnehrheit die Selbstauflösung beschließen um unliebsame Gemeindevertreter los zu werden? Was soll dann passieren? Geht es Ihrer Fraktion um Aufarbeitung oder um Abrechnung? Geht es um Aufklärung? Wer soll aufgeklärt werden?

Wenn ich es richtig gelesen habe, haben 10 Gemeindevertreter mit Ja, 1 mit Nein gestimmt und 6 haben sich enthalten. Wir alle wissen, dass diese Enthaltungen auch ein stilles Hinnehmen aufgrund eines öffentlichen Drucks sein kann, der durch die öffentliche Diskussion entstanden ist. Auch Ihre Fraktion hat dazu beigetragen, einen öffentlichen Druck aufzubauen.

Zu Stasi und GESTAPO Zeiten wurde Druck anders ausgeübt. Da wurden Existenzen bedroht, Karrieren verbaut, Familien getrennt usw. usw. Heute werden Medien wie das Internet oder Zeitungen benutzt um Druck zu erzeugen. Es werden Artikel verfasst, die in der Formulierung immer knapp an der Grenze zur Verleumdung gehalten werden. Ach es gibt viele Möglichkeiten auf jemanden Druck auszuüben. Das Prinzip bleibt immer dasselbe. Nur die Mittel ändern sich und werden intelligenter.

Die STASI Überprüfung wird nun erfolgen und bei einigen wird es vielleicht wirklich was zu finden geben. Bleibt zu hoffen, dass mit den Ergebnissen fair und anständig umgegangen wird! Ich wünsche Ihrer Fraktion, dass Sie das mit viel Fingerspitzengefühl meistern.

Mit kommunalpolitisch kollegialen Grüßen

Ihr Lutz Kumlehn
Vorsitzender der FDP Schöneiche
und garantiert kein IM

Kommentar:

Guten Tag Herr Kumlehn,

Mit einiger Verwunderung habe ich Ihren Beitrag hier zur Kenntnis genommen.

Um vielleicht mit einer Ihrer Bemerkungen anzufangen, es ist nicht die Aufgabe unserer Fraktion, „mit der großen Keule über Menschen zu richten“. Zu unserem Beschlußgegenstand wird es einen eigenen Ausschuß geben, dem Vertreter aller Fraktionen angehören werden und dem wir als wesentliche Geschäftsordnung mit auf den Weg gegeben haben, die Bescheide von der „Gauck/Birthler-Behörde“ zunächst zu sichten. Falls tatsächlich Gemeindevertreter wissentlich für die Stasi gearbeitet haben sollten, ist ihnen selbstverständlich zunächst - wir leben in einem Rechtsstaat! - rechtliches Gehör zu gewähren, d.h. sie können eine eigene Stellungnahme zu den „Tatvorwürfen“ abgeben. All dies wird sich immer noch im vertraulichen Rahmen dieses Ausschusses abspielen.

Wenn dann Erkenntnisse vorliegen sollten, daß betroffene Gemeindevertreter mit ihrer Stasi-Mitarbeit anderen Personen nachweislich geschadet haben, wird zunächst die Gemeindevertretung als Gremium und sodann die Öffentlichkeit unterrichtet werden. Mehr ist nicht drin! Das Mandat als Gemeindevertreter kann nicht aberkannt werden. Aber die Öffentlichkeit hat auch nach 20 Jahren ein Recht darauf, zu erfahren, wen sie eigentlich gewählt hat und wie diese Personen mit ihrer Vergangenheit umgehen bzw. umgegangen sind. Es ist höchst bedauerlich, daß es hier in Brandenburg (in der „kleinen DDR“, wie jemand mal sagte) noch immer nicht gelungen ist, diesem so wichtigen Thema seine angemessene Bedeutung zukommen zu lassen. Es geht schlichtweg um Transparenz! Es kann dadurch möglich werden, daß betroffene Menschen endlich die Chance bekommen, sich und ihr Verhalten zu erklären. Endlich auch zu den eignen Irrungen und Verwirrungen zu stehen, möglicherweise dem größtmöglichen Ziel näher zu kommen, im Dialog mit Opfern ein Verzeihen zu erreichen. Vor allen Dingen aber hört dann endlich auch die mögliche „Erpreßbarkeit“ ehemaliger Stasi-Genossen auf, sie müssen raus aus einer ihnen nicht zustehenden „Opferrolle“ und müssen auch nicht mehr über „Siegerjustiz“ und ähnlichen Schwachsinn schwadronieren. Ob sie diesen Weg dann tatsächlich beschreiten, ist eine andere Sache. Vielleicht werden uns ja irgendwann unsere Enkelkinder danach fragen, ob wir uns um die wahren Opfer der SED-Diktatur gekümmert haben, wo wir doch, zumindest wir „Wessis“ aus der Nachkriegszeit gelernt haben wollen? Warum haben wir dann immer noch das Joch mit den Neonazis und der NPD zu tragen?

Wissen Sie Herr Kumlehn, was mich an Ihren Äußerungen nicht nur verwundert (ich schrieb eingangs davon), sondern regelrecht geärgert hat? Sie werfen uns als Fraktion vor, daß wir Druck aufgebaut hätten und ziehen einen direkten Vergleich zu Stasi und Gestapo! Das ist nicht nur grotesk und völlig unhistorisch, das ist ungeheuerlich! Mehr will ich hierzu wirklich nicht sagen. Vielleicht doch noch eins: Im Sinne christlicher Nächstenliebe ist die Zeit vielleicht wirklich reif hier in Schöneiche für eine weiterführende Schule in evangelischer Trägerschaft, da kann gewiß manch einer dazulernen.

In der Tat und nun abschließend, unsere Fraktion hat einen Vorschlag an die Gemeindevertretung unterbreitet, aber weder wir allein haben die Mehrheit in der Gemeindevertretung noch zusammen mit der SPD-Fraktion. Es hat dreier Anläufe und einer nicht-öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung bedurft, um dann auf dieser Grundlage endlich eine mehrheitliche Entscheidung für unsere Beschlußvorlage zu erreichen. Ob dabei Enthaltungen „Resultat eines stillen Hinnehmens“ gewesen sein mögen, weiß ich nicht. Aber die Gemeindevertreter der LINKEN, von denen hauptsächlich die Enthaltungen kamen, werden wohl schwerlich hinter die Beschlußlagen mehrerer ihrer eigenen Bundesparteitage und zuletzt ihres Landesparteitages Mitte März 2010 zurückfallen können, ohne sich völlig unglaubwürdig zu machen. Und was den Fraktionschef Ihrer ehemaligen Fraktion hier in Schöneiche angeht, was seine Einlassungen in den Debatten zum Thema betrifft, Schwamm drüber, da könnte man noch auf ganz andere Gedanken kommen.

Mit kollegialen Grüßen
Thomas Fischer

28.02.2010 Andreas Ritter

Lieber Herr Fischer,

ich habe bei Ihnen den Eindruck, dass Sie die Kommunalpolitik und die Arbeit in der Gemeindevertretung als Freizeitbeschäftigung ansehen. Aber leider ist die Arbeit in der GV etwas sehr Ernsthaftes. Man sollte schon über den Ort gut bescheid wissen und etwas Sachkunde mitbringen. Ihre Sachkunde ist oft noch nicht sehr gut. Selbst der Bürgermeister musste Sie schon sehr oft inhaltlich korrigieren. Was ich bei Ihnen aber am meisten vermisse,sind ganz praktische Projekte bezüglich Umweltschutz und Tierschutz. Auch entsprechende Vorschläge oder Beschlussvorlagen für die Gemeindevertretung vermisse ich bisher von Ihnen. Bisher haben Sie sich nur darauf konzentriert, Herrn Dr. Zeschmann in Verruf zu bringen. Das ist nicht sehr anständig. Der mensch wird nur an seinen Ergebnissen und Taten gemessen. Eines können Sie ganz gut, ziemlich lange ausschweifende Briefe schreiben , welche am Ende keiner mehr versteht, weil Sie nicht auf den Punkt kommen.

Machen Sie weiter so, Sie sind auf den besten Weg. Denken Sie an die kommenden Kommunalwahlen.

Liebe Grüße und viel Erfolg wünscht Andreas Ritter.

Kommentar:

Ach Herr Ritter, wie oft habe ich das schon von Ihnen gehört, was Sie hier wieder zum Besten geben? Unwahrheiten werden auch durch zig-fache Wiederholungen nicht "wahrer", aber es bleibt immer etwas hängen, stimmt's? Aber ich will beim besten Willen nicht Gleiches mit Gleichem vergelten, dennoch ein Tip: Lassen Sie sich Ihre Beiträge vielleicht besser von einem Ghostwriter schreiben, der kriegt dann bestimmt auch Ihren salbungsvollen Tonfall raus.

Ach ja, aber vielleicht doch noch eins: Sie verstehen meine "ziemlich langen Briefe nicht?" Vielleicht liegt das einfach daran, daß ich nicht auf BILD-Niveau schreibe. Vielleicht sollten Sie mal Ihren eigenen verschwurbelten Beitrag auf "www.mitreden-u.de/node/719" kritisch Revue passieren lassen. Ihre Zielrichtung ist ja sehr begrüßenswert, aber jeder Oberschüler hätte das verständlich formulieren können.

27.02.2010 Volker Pilz

Lieber Herr Fischer, weil leider in diesem Ort einige Leute nicht daran interessiert sind objektiv zu bleiben, besser: zu werden, und, so vermute ich, persönliche Ambitionen zu verfolgen statt der Gemeinde zu dienen, finde ich es ausgezeichnet, dass wenigstens einer Zivilcourage besitzt, nämlich Sie. Sie haben meine volle Sympathie und Hochachtung. Mit freundlichen Grüssen, Volker Pilz

Kommentar:

Sehr geehrter Herr Pilz, vielen Dank für Ihren freundlichen Eintrag hier in meinem Gästebuch. Ganz so hoch möchte ich die Angelegenheit aber doch nicht hängen wollen, wenn ich das Stichwort "Zivilcourage" von Ihnen aufgreifen darf. Ich meine aber, daß es sinnvoll ist, zu manch unvollständiger Berichterstattung in der lokalen Presse und zu manchem "Lautsprecher" hier in der Gemeinde einen sachlichen Gegenpol aufzubauen. Ich gebe aber gern zu, daß man in diesem parteipolitischen Forum hier auch durchaus etwas pointierter seine Meinung kundtun darf. Vielen Dank und viele Grüße an Sie, Thomas Fischer

27.02.2010 Markus Bauer

Sehr geehrter Herr Thomas Fischer,

zu Ihrem "Beitrag" vom 19.02.2010 zum Thema Bürgerbegehren "Schule statt Rathaus" unter Ihrer Rubrik: Politik in Schöneiche b. Berlin, nehme ich als Bürger von Schöneiche wie folgt Stellung:

Es ist schon erstaunlich, mit welcher (Selbst-)Überzeugung Sie zu einem Thema Stellung beziehen, über dessen Inhalt Sie sich ganz offensichtlich nur oberflächlich oder garnicht informiert haben. Es war weder festgelegt, daß es sich um eine staatliche Schule handeln müsse, noch war von Abitur die Rede. Allein daß sie diesen Ihren Nebensatz mit "womöglich" beginnen, zeigt schon den rein spekulativen, völlig unsachlichen Charakter ihres Kommentars. Ein Charakter, der sich wie ein roter Faden durch Ihre Zeilen zieht. Von Irreführung kann also nur auf Ihrer Seite die Rede sein. Das Bürgerbegehren wurde von Bürgern unterschrieben, die eine Schule wollen. Das die Gemeindevertretung den Bürgerwillen ignoriert, beweist nur die Arroganz und Ignoranz derer, die dort, von Steuergeldern bezahlt, die Zeit und den Rücken frei haben, ihr Eigenwohl durchzusetzen, statt die Aufgabe wahrzunehmen, für die sie bezahlt werden: Vertretung des Bürgerwillens. Würde es staatliche Mittel zur Finanzierung der Durchführung eines Bürgerbegehrens geben, wären weit mehr Unterschriften zusammen gekommen. Daß aber nicht politisch berufstätige zugleich politisch engagierte Bürger auch ohne Fremdfinanzierung und somit ohne Medienkampagnen in ihrer Freizeit so viele Bürger erreicht haben, die dann auch aus eigener Überzeugung für eine weiterführende Schule in Schöneiche unterschrieben haben, beweist nur, was die Bürger hier wirklich wollen: eine weiterführende Schule in Schöneiche und, um dies im Etat zu ermöglichen, aktuell KEINEN Rathausneubau.
PS: würde ich mich in meiner Firma zu wesentlichen Themen so unsachlich äußern wie Sie es hier tun, wäre ich meinen Job in Kürze los.
Gruß
Markus Bauer

Kommentar:

Sehr geehrter Herr Bauer, auch Ihnen möchte ich für den Beitrag hier danken. Er bestärkt mich darin, daß hier ganz offenkundig ein "Mißverständnis" vorliegt. Zum einen habe ich mit 2 Sätzen den Inhalt des Bürgerbegehrens zusammen gefaßt, mit dem Wort "womöglich" sogar deutlich machen wollen, welche Intention die Urheber des Bürgerbegehrens im Sinn gehabt haben könnten, um damit möglichst viele Bürger zu ködern. Denn sie (die sie Mitglieder der Gemeindevertretung sind) wußten doch ganz genau, daß es keine staatliche Schule hier geben wird. Genau darin liegt doch die Täuschung vieler Bürger, die glaubten, sie unterstützten die Initiative für eine staatliche Schule. Die Kommunalverfassung schreibt ausdrücklich vor, daß der Gegenstand eines Bürgerbegehrens eindeutig benannt sein muß. Daß war hier nicht der Fall und insofern wurde die Zulässigkeit des Vorhabens von der zuständigen Wahlleiterin zu Recht bemängelt und die Mehrheit der Gemeindevertreter ist dem gefolgt. Bedanken können sich die arglosen Bürger bei den Initiatoren des Bürgerbegehrens.

Ich muß zugleich Ihren Vorwurf zurückweisen, daß damit die Gemeindevertretung den Bürgerwillen ignoriert hat. Es gibt eine Reihe von Beschlüssen, die beides wollen, den Bau und Betrieb einer weiterführenden Schule und den notwendigen Bau eines Rathauses. Beide Bestrebungen unterstütze ich ausdrücklich. Es ist geradezu wohltuend zu sehen, mit welcher gelassenen Unaufgeregtheit neue Möglichkeiten einer weiterführenden Schule in Trägerschaft der evangelischen Kirche eruiert werden. So kann man es auch machen! Und abschließend, meinen Sie wirklich, wir Gemeindevertreter werden aus Steuergeldern dafür bezahlt unser "Eigenwohl" durchzusetzen? Welches sollte das wohl sein?? Mit diesen Vorwürfen diskreditieren Sie hier viele Kollegen, die einen großen Teil ihrer Freizeit für das Gemeinwohl aufopfern. Vielleicht besuchen Sie ja mal eine Sitzung der Gemeindevertretung oder einen der Ausschüsse, falls das nicht zuviel verlangt ist und dann werden Sie sehen, wieviel Sachkenntnis und Engagement eingebracht wird. Schaun Sie außerdem auf der Homepage der Gemeinde die Höhe der Aufwandsentschädigung nach, mich würde interessieren, ob Sie für dieses "Gehalt" den einen oder anderen Fernsehabend opfern würden. Mit freundlichen Grüßen, Th. Fischer

25.02.2010 Andreas Ritter

Lieber Herr Fischer,

ich finde Ihre persönlichen Anfeindungen auf Ihrer Seite sehr unwürdig für die "Grünen".
Ihr Stil ist sehr bezeichnend und spricht für sich. Damit zeigen Sie der schöneicher Bevölkerung, worum es Ihnen wirklich geht. Es geht Ihnen nicht um Sachpolitik, sondern Sie haben den Kopf voller vorgefestigter Einstellungen. Wie Sie z.B. die "Linken" beschimpfen ist unterhalb der Gürtellinie.
Machen Sie ruhig so weiter, damit sich die Leserschaft ihr eigenes Bild machen kann. Sie disqualifizieren sich selbst. Darin sind Sie bisher in Schöneiche Weltmeister.

Andreas Ritter

Kommentar:

Sehr geehrter Herr Ritter,
Sehr geehrte Frau Scriba,

vielen Dank für Ihre Beiträge hier in meinem Gästebuch. Ich habe damit nur ein Problem. Was eigentlich meinen Sie mit ihren Vorwürfen? Wen greife ich an, wen mache ich fertig, wen beschimpfe ich? Ich äußere meine Meinung zu bestimmten Vorgängen in der Gemeinde, sicher etwas prononciert, aber so ist das in der Politik und so darf das auch sein, wenn man den demokratischen Konsens nicht verläßt und sich letztlich auch innerhalb der durch das Strafrecht gezogenen Grenzen hält. Sie werden mir nicht ernsthaft unterstellen wollen, daß ich gegen diese Regeln verstoßen habe, oder? Sollten Sie dennoch dieser Auffassung sein, dann bittschön, sollten Sie „ein wenig Butter bei die Fisch geben“, schlicht mit Tatsachen ihre (Vor-)Urteile belegen. Aber das werden Sie nicht können. Und an Sie, Herr Ritter, noch die Bitte, doch etwas sparsamer mit der Vokabel „Liebe/r“ umzugehen. Der unbefangene Leser könnte sonst denken, Sie meinten wirklich das, was sie sagen oder schreiben. Und wir wissen doch beide, daß das nicht zutrifft, oder?

25.02.2010 scriba

Schade, dass Sie nunmehr statt konstruktive ideenreiche Politik für Schöneicher zu betreiben, dazu übergegangen sind, andere persönlich anzugreifen und in der Öffentlichkeit fertig zu machen. Symphatisch ist anders. Das hätte ich gerade von Ihnen nicht erwartet. Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Gruss Scriba

 

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